Vernetzte Sekundär- und Leittechnik
Von Sensorik und Aktorik bis zu Netzleitsystemen entstehen immer dichtere Daten- und Kommunikationsbeziehungen im Stromnetz
Projekt
CloudEnerChain untersucht, wie Sekundärtechnik, IoT-Komponenten, Cloud-Plattformen und Netzleittechnik sicher, nachvollziehbar und systemübergreifend zusammenwirken können.
Die Energiewende bringt mehr dezentrale Einspeisung, flexible Lasten und einen deutlich höheren Bedarf an datengetriebener Beobachtung und Steuerung mit sich. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Interoperabilität und Cybersicherheit.
CloudEnerChain adressiert diese Entwicklung mit einem übergreifenden Ansatz: Systeme von der Sekundärtechnik über Stations- und Netzleittechnik bis zur Netzleitstelle sollen Daten sicher, nachvollziehbar und über Systemgrenzen hinweg austauschen können.
Damit richtet sich das Vorhaben auf eine Grundfrage der digitalen Transformation im Stromnetz: Wie lassen sich neue digitale Anwendungen sinnvoll nutzbar machen, ohne Vertrauen, Robustheit und Übertragbarkeit aus dem Blick zu verlieren?
Grundlagen
Die vier Perspektiven zeigen, auf welchen fachlichen Grundlagen CloudEnerChain aufbaut und wo zentrale Herausforderungen bei der Digitalisierung von Stromnetzen liegen.
Von Sensorik und Aktorik bis zu Netzleitsystemen entstehen immer dichtere Daten- und Kommunikationsbeziehungen im Stromnetz
Digitale Infrastrukturen müssen Skalierbarkeit, Latenz, Sicherheitsvorgaben und regulatorische Rahmenbedingungen gleichzeitig berücksichtigen
Ohne gemeinsame Modelle und klare Schnittstellen bleiben neue Anwendungen oft an proprietären Systemgrenzen hängen
Prävention, Monitoring, Angriffserkennung und Reaktion müssen zusammenspielen, damit die Digitalisierung robust bleibt
Zielbild
Im Mittelpunkt steht eine durchgängige Vertrauenskette von der Sekundärtechnik über Stations- und Netzleittechnik bis zur Netzleitstelle. Ziel ist es, digitale Anwendungen im Stromnetz robust, interoperabel und betrieblich nutzbar zu machen.
Ein gemeinsamer Daten- und Schnittstellenansatz soll unterschiedliche Systeme besser zusammenführen und die Anschlussfähigkeit erhöhen
Sicherheitsmechanismen werden nicht punktuell, sondern von der Sekundärtechnik über Kommunikationsverbindungen bis zur Netzleitstelle gedacht
Digitale Anwendungen sollen dort verankert werden, wo sie Nutzen stiften und zugleich Echtzeit-, Sicherheits- und Betriebsanforderungen erfüllen
Monitoring, Anomalieerkennung und neue Anwendungen sollen einen konkreten Beitrag für die Netzführung leisten
Anwendungsnahe Perspektive
Eine gemeinsame Integrationsschicht kann Beobachtbarkeit und Einordnung komplexer Netzsituationen verbessern
Sekundärtechnik, Gateways, Plattformen und Netzleitsysteme sollen auch in heterogenen Umgebungen verlässlich zusammenspielen
Anwendungen wie Monitoring, Anomalieerkennung oder die Unterstützung flexibler Prozesse werden an konkreten Bedarfen des Netzbetriebs ausgerichtet